Wie schreiben Sie ein gutes Drehbuch?

Oktober 23rd, 2014   •   No Comments   

1. Was ist eigentlich ein Drehbuch?

Das Drehbuch ist die schriftliche Fassung von einem Film. Also eigentlich ist es die Grundlage. Dieses Buch umfasst die exakten Abläufe, die Einzelaufnahmen sowie die Zusammenhänge von einem Film. Es leitet also, wie ein roter Faden, durch den Film. Um das Drehbuch schreiben zu können, sollte man zunächst wissen, was ein Drehbuch ist. Weiß man dies, ist man schon fast auf der sicheren Seite. Hier haben wir eine Erklärung von diesem Begriff für Sie gefunden: Abhängig von der Länge von einem geplanten Film kann ein Drehbuch recht umfangreich sein. Das sollte man im Auge behalten. Tipp: Man sagt hierbei ganz grob, dass eine geschriebene Seite im Drehbuch circa einer Minute des Filmmaterials entspricht.  Es gibt also viel zu tun. Die Umsetzung von einem Drehbuch muss sich jedoch nicht stringend an das Buch halten. Der Film kann daher auch spürbar vom Drehbuch abweichen.

2. Wer schreibt ein gutes Drehbuch?

Nicht jeder Autor kann ein gutes Drehbuch verfassen, auch wenn es viele gerne tun würden. Das ist eine wirklich spannende Aufgabe. In aller Regel arbeiten die Autoren von einem Drehbuch auf freiberuflicher Basis. Das hält die Kosten für den Kunden überschaubar. Sie schreiben nicht nur für Filme, vielmehr auch Werbespots und sogar für Musikvideos. Eben alle Bereiche. Wie bei eigentlich jeder freiberuflichen Arbeit, sind die Autoren dabei auf sich allein gestellt. Das kann schon mal ganz schön trübsinnig werden. Bevor das Drehbuch fertiggestellt, abgenommen sowie reif für eine Produktion ist, verstreicht oft sehr viel Zeit.

3. Wie schreibt man eigentlich ein Drehbuch?

Weil man ein Drehbuch nicht aus dem Stehgreif schreiben kann, ohne sich Gedanken über die Eckpunkte von so einer Dissertation zu machen, muss man sich im Vornherein Fragen stellen. Wir haben hier für Sie die wichtigsten Fragen zusammen gestellt:

Folgende Elemente müssen mit Leben gefüllt werden:

  • In welchem Umfang soll der Film publiziert werden?
  • Wie gestalten Sie eigentlich den Spannungsbogen?
  • Kann man überhaupt dass Drehbuch in die Tat umzusetzen?
  • Wie charakterisieren sich die Hauptfiguren der Geschichte?
  • Welche dramaturgischen Eckpunkte haben Sie ausgewählt?
  • Womit endet der Film?
  • Welchen Einstieg wählen Sie?
  • Welche Orte wählt man für die Handlung aus?
  • Wer sind die Hauptfiguren?
  • Wo spielt die Handlung des Filmes?

4. Der Ablauf bis zu der Erstellung von einem Drehbuch

Ist man bei den Fragen zu ausreichend Erkenntnissen gelangt, kann mit der detaillierten Arbeit beginnen. Jetzt kommt Ihre ganz große Stunde. Alles fängt in der Regel an mit einer Idee für einen Film, welcher aus sich heraus dann das Thema kristallisiert.

4.1. Idee und Thema

Es ist möglich noch so viele Ideen für die wirklich sehr gute Geschichte zu finden, wenn sich jene Idee in nicht nur einigen sehr klaren Punkten zusammenfassen lässt, dürfte jene Idee ihren Aufwand nicht wert sein. Hier können Sie sich bereits sehr viel Arbeit sparen. Die Gefahr bei umfangreichen Zusammenhängen ist, dass jene der spätere Zuschauer nicht begreifen kann und sehr schnell die Geduld verliert. Also passen Sie hierbei bitte etwas auf. Der Zuschauer langweilt sich. Das sollte Ihnen eigentlich nicht passieren. Das ist für einen Autor ein absoluter Albtraum. Also nicht wirklich erstrebenswert. Fassen Sie die grundlegende Idee in nur recht wenigen Sätzen zusammen, damit Sie hieraus eine nachvollziehbare und fesselnde Handlung machen lässt. Das ist schon mal der erste Schritt. Auch sollte sich der Idee eine bestimmte Grundthematik wie beispielsweise:

  • Rache
  • Freiheit
  • Gerechtigkeit
  • Liebe

zuordnen lassen. Daran können Sie sich einfach orientieren. Das Thema sollte in einem Kontext eingeordnet werden können, welcher für den Zuschauer von Interesse ist. So fesselt man Ihn. Ein nur sehr wenig bearbeitetes Thema mit einem großen Interesse für die breite Öffentlichkeit ist hierbei eine gute Grundlage. Nutzen Sie sie. In den vielen Kategorien lassen sich selbstverständlich auch ohne Probleme viele Unterthemen finden. Hier sollte man sich etwas Mühe geben. Achtung: Wenn es nicht gelingt die Idee in ein Themengebiet einzuordnen, sollten Sie sich schon fragen, ob sich die Umsetzung auch wirklich lohnen kann.

4.2. Die eigentliche Story

Eine wirklich gute Story zeichnet sich aus, weil etwas hinter ihr steckt. Sie sollte also gut durchdacht sein. Ein roter Faden sozusagen. Er sollte immer gut zu erkennen sein. Bei einem guten Krimi beispielsweise sollte der Zuschauer nicht schon von Anfang an wissen, wer denn nun der Täter ist, sondern über verschiedene Wege zu dem Mörder geführt werden. So bleibt er länger gefesselt. Eine zu sehr geradlinig verlaufende Handlung kann sehr schnell langweilig werden und sollte somit nach Möglichkeit vermieden werden. Sie wird einfach zu schnell langweilig. Schaffen Sie in der Geschichte eine prickelnde Stimmung. Ihre Geschichte kann davon nur profitieren. Wechseln Sie die Perspektive oder schlagen Sie einen ganz anderen Weg. Einen Weg, den man nicht vermutet. Dadurch leiten Sie Ihren Zuschauer zwar zunächst in die Irre, am Ende kommt er aber doch auf die richtige Fährte. Und das möchten Sie ja erreichen.  Bei einer wirklich guten Story darf der Zuschauer nicht bereits am Anfang wissen, was zum Ende hin geschieht.

4.4. Das Exposé

Bevor man nun zu der eigentlichen Niederschrift kommt, muss man ein Exposé machen. Es ist sozusagen der erste Schritt. Hierbei dreht es sich um eine Zusammenfassung von der Geschichte. Schließlich möchte man ja einen kurzen Überblick haben. Das geben Sie nun an mehrere Personen weiter. Natürlich Personen Ihres Vertrauens. Sie sollen neutral die Ausführungen des Textes beurteilen und das Ergebnis der Lektüre mitteilen.  Das kann schon mal ganz schön endtäuschend werden. Auf jene Weise bekommen Sie ein Feedback von unbedarften Personen. Und das wollen Sie ja schließlich haben. Auf der Basis von jenem Feedback kann man noch Änderungen vornehmen. Und das werden Sie ganz bestimmt auch nutzen. Würde man dies nicht machen, so kann es geschehen, dass man durch die Identifikation mit der  Geschichte, seinen Blick für die Realität sowie auf mögliche Fehler verliert.

5. Die Niederschrift von einem Drehbuch

Weil Sie jetzt alle Voraussetzungen für das Drehbuch haben, ist es Ihnen möglich, nun mit der Niederschrift zu beginnen. Hierzu brauchen Sie einen wirklich langen Atem.

Es sind jedoch einige Regeln zu beachten:

  • beschränken Sie die Monologe auf das wirklich Nötigste
  • vermeiden Sie nach Möglichkeit Anweisungen an die Regie
  • schreiben Sie in der Gegenwart
  • Benutzen Sie kurze und prägnante Sätze, keine Details

6. Das Fazit

Ein wirklich gutes Drehbuch zu schreiben ist somit keine ganz leichte Sache. Das werden Sie schon sehr schnell merken. Der Autor des Drehbuchs sollte auf viele recht wichtige Einzelheiten achtgeben, um so ein guter Drehbuchautor zu werden. Hierzu gehören:

  • eine gute Umsetzung für den zukünftigen Produzenten
  • eine gute Story
  • eine passende Thematik
  • eine spannende Handlung
  • eine gute Idee

Wer den Mut sowie die Standhaftigkeit für die Umsetzung besitzt, verdient unsere Bewunderung. Wir wünschen Ihnen ein tolles  Drehbuch.

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